Foerderverein-Refugio-Muenchen

Foerderverein-Refugio-Muenchen

Einrichtung

Foerderverein-Refugio-Muenchen

Melanie

Neumann

nein

Projekt

„Ich kann endlich wieder schlafen“ – Wie Refugio München Geflüchteten zurück ins Leben hilft (Arbeitstitel)


Der Film weckt mit dem Schicksal traumatisierter Geflüchteter Empathie, Neugier und Verständnis für Flüchtlinge. :

In Einzelinterviews berichten Flüchtlinge von der bewegenden Geschichte ihres Weges aus ihrer alten Heimat bis nach Deutschland und sprechen über Verluste, Ängste und das Leben in der neuen Heimat. Bilder aus ihrem Alltag lassen verstehen, dass diese Menschen nicht ausschließlich als Flüchtlinge wahrgenommen werden wollen, sondern dass sie wie alle Anderen auch Menschen mit Hoffnungen, Wünschen und Träumen sind. Den Unterschied und die Distanz zu ihrer Umgebung machen ihre Ängste und Albträume aus.
Durch den Film soll dem Publikum eine tatsächliche Begegnung mit diesen „Fremdlingen“ ermöglicht werden, denn was die meisten Menschen über Geflüchtete wissen, erfahren sie aus den Medien. Eine direkte, persönliche Begegnung erleben die wenigsten. In der hitzigen und hochemotionalen Debatte rund um die Themen Flüchtlinge, Asyl, Abschiebungen, Familiennachzug, Obergrenze und Transitzentren bleiben in der medialen Berichterstattung die individuellen Schicksale zumeist auf der Strecke.
Persönliche Geschichten von Schicksalsschlägen, Verfolgung, Vertreibung, Flucht und der Lebenssituation in Deutschland schaffen Nähe und größte Aufmerksamkeit; Gesichter, Stimmen, Bilder wirken emotional und erreichen die Zuschauer in einem besonderen Maß. Im gewohnten Medienalltag bleibt selten Raum, die Schicksale und die Motivationen der Betroffenen in ruhigen, nicht sensationslüsternen Bildern verständlich zu machen. Dabei ist es gerade besonders wertvoll, geflüchtete Menschen auf diese Art und Weise kennenzulernen: Ihre Geschichten öffnen den Blick für Gemeinsamkeiten, bauen Vorurteile ab, ermöglichen ein differenzierteres Denken über den Zusammenhang von Flucht, Asyl und Integration. Das hilft zu begreifen, warum diese Menschen nach Deutschland gekommen sind. Damit trägt der Film zu Verständnis und Toleranz bei.
Dieses Projekt hat zwei Zielgruppen: Die geflüchteten Menschen, die erleben, dass andere sich für ihre Geschichte interessieren, dass sie Empathie für ihre meist traumatische Vergangenheit erfahren und dass sie durch das Erzählen ihrer Geschichte einen wertvollen Beitrag zum interkulturellen Verständnis leisten. Die zweite Zielgruppe ist die Öffentlichkeit in Deutschland, die durch den Film ein genaues, verständlicheres Bild von Leben und Schicksal der Geflüchteten erhalten soll.
Mehr Wissen über die Lebenswelt geflüchteter Menschen schafft mehr Interesse und Verständnis und weckt mehr Toleranz gegenüber den „Fremden“. Friedliches Miteinander und soziale Integration können nur gelingen, wenn zuvor die Basis für ein gemeinschaftliches Leben gelegt wird. Dazu trägt dieser Film bei, indem er Menschen, die ohne diesen Film nie mit Flüchtlingen in Kontakt gekommen wären, erreicht. Der Film soll dazu auf Festivals gezeigt, über eine Online-Plattform abrufbar gemacht und nach Möglichkeit in öffentlichen Fernsehprogrammen ausgestrahlt werden. Zusätzlich werden Kurzclips mit persönlichen Aussagen aus dem Film produziert. In Online-Medien und als Werbespots im Kino sollen sie Interesse wecken, um auf diesem Wege noch mehr Menschen zu erreichen, mehr Aufmerksamkeit für die Problematik zu wecken und mehr Bewusstsein zu schaffen.

http://www.refugio-muenchen.de/