HausderEigenarbeit

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Einrichtung

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Veronika

Stegmann

nein

Projekt

MUT.KUNST.WERK.


Im Rahmen von MUT.KUNST.WERK., der inklusiven Kulturwerkstatt für Menschen mit psychischen Belastungen, sollen Kunsthandwerkskurse angeboten werden. :

Kreativität ist gut für die Seele!

MUT.KUNST.WERK ist eine Kooperation vom Münchner Bündnis gegen Depression e.V. (MBgD) und dem Haus der Eigenarbeit (HEi).
Es ist eine inklusive Kulturwerkstatt für Menschen mit psychischen Belastungen. Das geschützte Angebot in einer offenen Umgebung bietet den Einstieg in kulturelle und kreative Aktivitäten indem es psychische und finanzielle Barrieren verringert. Gleichzeitig ermöglicht es die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben eines offenen Werkstatthauses. Ehrenamtliche Kulturpaten begleiten und motivieren, sie sind aber auch Teilnehmer. Mit Kenntnis der Krankheitserfahrungen und Bewältigungsstrategien der Erkrankten werden sie Botschafter in die Welt der Gesunden. MUT.KUNST.WERK baut Vorurteile und Berührungsängste ab, denn: Machen verbindet!
Die Kurse finden in Kleingruppen statt, um den Austausch untereinander zu gewährleisten und Sicherheit zu vermitteln. Die kreative Arbeit mit dem Material ist Herausforderung und Bestätigung. Kunsthandwerker, die Erfahrung in der Lehre und im Umgang mit psychisch belasteten Menschen mitbringen, bieten fachliche Anleitung. Sie verfolgen keinen therapeutischen Ansatz. Ein Psychiatrieerfahrener Genesungsbegleiter unterstützt mit seinem Erfahrungswissen das soziale Miteinander im Projekt.
MUT.KUNST.WERK findet in Kursnachmittagen à 3,5 Stunden an sechs Terminen pro Kurs statt.

Hintergrund: Menschen mit psychischen Belastungen leiden häufig unter Einschränkungen, die sich als Barrieren im sozialen Bereich zeigen, z.B. eingeschränkte Kontaktfähigkeit, verminderter Antrieb, mangelndes Selbstvertrauen. Es fällt ihnen dadurch schwer, offene kreative Angebote wahrzunehmen, obwohl sie sich der entspannenden und bestätigenden Wirkung von praktischer Beschäftigung und kreativem Ausdruck bewusst sind. Problematisch ist zudem die prekäre finanzielle Situation vieler Betroffener, wenn sie aufgrund ihrer Erkrankung erwerbslos oder frühberentet sind. Die Kosten für kulturelle und kreative Freizeitangebote sind für viele trotz Ermäßigungen zu hoch, günstigere Angebote in Einrichtungen speziell für psychisch Erkrankte haben hingegen einen exklusiven und damit exkludierenden Charakter.
MUT.KUNST.WERK richtet sich an Menschen in dieser Situation. Ihre konkrete Diagnose und Krankheitsverlauf sind zweitrangig und werden nicht erhoben. Alle Altersklassen sind angesprochen, Frauen wie Männer.
Der Bedarf ist groß, die Häufigkeit depressiver Erkrankungen liegt in München bei ca. 70.000 Bürgerinnen und Bürger. MUT.KUNST.WERK kann mit seinen Kleingruppen nur einen Bruchteil dieser Menschen erreichen. Es möchte aber beispielhaft aufzeigen, dass Inklusion nicht nur ein Thema der Schulbildung und der Arbeitswelt ist. Für psychisch erkrankte Menschen sind inklusive Initiativen im Bereich der Alltagsbewältigung und Freizeitgestaltung essentiell.

Die Umsetzung basiert auf der Zusammenarbeit von MBgD und HEi, die das Projekt gemeinsam konzipiert und bereits mehrfach erfolgreich durchgeführt haben.
Die zentralen Säulen des Projekts sind die vorhandene technische Ausstattung, Infrastruktur und das fachliche Knowhow des HEi sowie das lokale Netzwerk und die Öffentlichkeitsarbeit des MBgD.

Zu den Einrichtungen siehe auch http://www.muenchen-depression.de und http://www.hei-muenchen.de.

http://www.hei-muenchen.de