HVMZM

HVMZM

Einrichtung

HVMZM

Magdalena

Grgic

nein

Projekt

Improvisationsthater für junge Geflüchtete


Improvisationstheater als Motivator für junge Geflüchtete. :

Improvisationstheater als Motivator

Im Rahmen unseres Projektes K.O.M.M. mit! unterstützen wir junge Geflüchtete, sich auf einen qualifizierten Mittelabschluss und Mittelabschluss vorzubereiten, als auch Praktikums- und Ausbildungsplätze zu erlangen. Da das Projekt nicht nur als reine Bildungsstätte dienen soll, wird das Angebot ebenso durch diverse sinnvolle Freizeitangebote, wie Theater, Sport oder Exkursionen ergänzt. Die Förderung würden wir für die Umsetzung eines Improvisationstheaters verwenden, welches eine erforderliche und wirksame Maßnahme darstellt, um den Belastungen, denen die Schüler in ihrem Alltag begegnen, entgegen zu kommen. Im K.O.M.M.-Projekt besteht Bedarf zwischen 23-25 potenziellen Schülern, die eine Belastung mit sich tragen (die Schüler kommen unregelmäßig in die Schule und verspäten sich, nach ihren Aussagen haben viele Schlafprobleme, manche werden von einem Psychologen betreut, sie nehmen auch starke Medikamente).

Als Kooperationspartner kommt die Improvisationstheatergruppe „Impro à la Turka“ in Frage. Das Ensemble ist im Bereich Theaterpädagogik an Schulen seit vielen Jahren aktiv und kann auf sehr erfolgreiche Projekte zurückblicken. Die Schauspieler von Impro à la Turka werden als Trainer/Dozenten bei unserem Vorhaben fungieren.
Wie kann Improvisationstheater die Entwicklung der Jugend unterstützen? Den Fokus auf Improvisationen haben wir deshalb gewählt, weil dabei mit den Themen der Jugendlichen gearbeitet wird und kein bestehendes Stück die Richtung vorgibt. Außerdem werden beim Improtheater auf spielerische Weise Alltagsthemen der Jugendlichen behandelt, die sie selbst mitbringen. Dadurch werden folgende Eigenschaften gefördert:

·         Selbstwirksamkeit
·         Selbstbewusstsein
·         Motivation
·         Verantwortungsbewusstsein (jeder trägt als Spieler/in eine Verantwortung für die jeweilige Szene/Rolle
·         Souveränität im Umgang mit unerwarteten Situationen
·         Kreativität
·         Spontaneität
 
Formen des Improvisationstheaters

Man unterscheidet zwischen Kurz- und Langformen im Improvisationstheater. Die Kurzformen bestehen aus Szenen, die nur wenige Minuten dauern, für sich allein stehen, oder durch ein übergeodnetes thematisches Motiv verbunden sind, aber nicht miteinander verbunden sind.
Zu diesen Kurzformen gibt es viele Konzepte. Im „Theatersport“ treffen z.B. Mannschaften aus Schauspielern aufeinander und wetteifern um die Gunst des Publikums. Ebenso gibt es im Impro die Form des Maestro, in der der beste Spieler des Abends ermittelt wird. Theatersport-Mannschaften gibt es auf der ganzen Welt, wobei auch einige andere Theatermacher ähnliche Konzepte entwickelt haben und es Überschneidungen gibt. Der Begriff Theatersport ist eine nicht registrierte Wortmarke Bei den Kurzformen dominieren meist die „Games“, was oft zu einer komischen Auslegung des Improtheaters führt. Das kann so sein, muss aber nicht. Bei den improvisierten Langformen hingegen dominieren eher die ernsthaften Szenen, allerdings dürfen auch hier komische Elemente genutzt werden.
Ein Format namens „Harold“ greift einen Themenvorschlag aus dem Publikum auf und die Schauspieler erstellen aus verschiedenen Aspekten dieses Themas eine Art eng verwobene szenische Collage mit teilweise weit entwickelten Charakteren und psychologischer Tiefe.

Improtheater als Lebenseinstellung

Gute und interessante Geschichten entstehen dann, wenn die Schauspieler bestimmte Prinzipien beherzigen. Dazu gehört die oft beschworene „Lust am Scheitern“, das Spielen im Hier und Jetzt und das Spielen mit dem eigenen Status.
Da diese Art des Spiels auch eine besondere Art von offener Kommunikation ermöglicht, sehen viele Spieler in Ihrer Leidenschaft zum Improtheater mehr als nur eine Art der Freizeitgestaltung, sondern vielmehr als ein Ausleben einer inneren Haltung zum Leben. Diese enge Verknüpfung mit der eigenen Lebensphilosophie und Einstellung zu Leben an sich, ist vielleicht ein Unterschied zum klassischen Theater.

Trainings, Workshops, Auftritte

Jedem Interessierten werden als Einstieg in die Improvisation Workshops angeboten. Es werden grundlegende Improvisationstechniken vermittelt. Die Grundausbildung dauert etwa drei Monate. Anschließend werden verschiedene Spiele und Disziplinen aus dem Improvisationstheater einstudiert und geprobt.
·         Das Training findet 2 x pro Woche statt. Eine Trainingseinheit beträgt 90 Minuten (2 X 45 Minuten)
·         Für den Kurs sind 8-12 TN vorgesehen
·         Das Training wird von einem Experten der theaterpädagogischen Betreuung und Ausbildungsförderung durchgeführt. Bei Bedarf würde noch   ein weiterer Trainer aus der Branche hinzugezogen werden.
·         Nach der Grundausbildung werden erste kleine Auftritte vor vertrautem Publikum organisiert
·         Wenn sich das Ensemble bereit fühlt, wird eine öffentliche Premiere organisiert; z. B. im Theater Heppel&Ettlich (noch nicht terminiert)
·         Langfristig kann über die Gründung eines festen Ensembles (mit Namensgebung, einheitliche Kleidung, etc.) nachgedacht werden

Vision: Teilnahme und Auftritt bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen

https://www.hvmzm.de/