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Maximilian

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Digitale Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof für die Jugend-, Schul- und Bildungsarbeit


Kriegsgräberstätte München soll mit der App Digitaler Friedhof für die Jugend als Lernort erschlossen werden. :

Jährlich besuchen ehren- und hauptamtliche Bildungsreferenten und Mitarbeiter des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit internationalen Jugendcamps, Schulklassen und anderen Jugendgruppen zahlreiche der über 830 Kriegsgräberstätten, die der Volksbund betreut. Mehr als 20.000 junge Menschen jährlich erleben die Kriegsgräberstätten, auf denen neben Soldaten auch Opfer des NS-Regimes, Luftkriegstote, Kriegsgefangene und zahlreiche weitere Opfergruppen ruhen, als Lernorte der Geschichte, Mahnmale für den Frieden und Orte der internationalen Begegnung und Versöhnung. Die Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof ist ein hervorragendes Beispiel für die Jugend- und Friedensarbeit des Volksbundes, der sich als gemeinnützige Organisation zu 70 % aus Spenden finanziert. Hier kommen jeden August Jugendliche aus der ganzen Welt (2017 aus 14 Nationen) für zwei Wochen zusammen, um einander kennenzulernen, Vorurteile abzubauen, die Kriegsgräberstätte zu pflegen und über die und aus der Geschichte zu lernen.

Doch nicht immer und überall können Mitarbeiter des Volksbundes anwesend sein, Schulklassen oder gar interessierte Einzelpersonen begleiten und über die Kriegsgräberstätte führen, um ihnen die Folgen von Krieg und Gewaltherrschaft nahezubringen.

Daher wurde auf einzelnen Kriegsgräberstätten (z.B. Langemark) bereits die App „Digitaler Friedhof“ installiert. Für Bayern ist dies bisher, u.a. aus Kostengründen, noch nicht geschehen. Insbesondere auf der international beachteten Kriegsgräberstätte München Waldfriedhof, auf der sich Tote aller o.g. Opfergruppen und beider Weltkriege befinden, wäre die Errichtung einer solchen App von großer Wirkung und Bedeutung.

Die App „Digitaler Friedhof“ macht Kriegsgräberstätten zu digitalen Lernorten. Man erhält Informationen über einen Friedhof, die militärischen Ereignisse und die dort bestatteten Toten. An verschiedenen Stationen auf dem jeweiligen Friedhof bietet die App eine multimediale Präsentation zu den einzelnen Themen. Einzelschicksale, durch die Jugendliche auf einer empathischen Ebene am besten lernen, werden hier multimedial dargestellt, Fotos gezeigt und Auszüge aus Feldpostbriefen vorgetragen. Mit Hilfe einer Shoutr-Box und digitalen Wegpunkten, können Interessierte sich die App sowohl zu Hause als auch auf der Kriegsgräberstätte herunterladen und sich über die Kriegsgräberstätte führen lassen. Dies ist insbesondere für die Arbeit mit Schulklassen eine gewinnbringende Variante und soll gerade junge Menschen für diese wichtige Thematik interessieren.

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